Berliner Republik 2.0 - Die Welt zu Gast bei Freunden
Bei der WM im Jahr 2006 haben sich viele im Ausland verwundert die Augen gerieben, um danach mit neuem Blick auf Deutschland zu schauen. Sollten das die Deutschen sein, die als langweilig, aber gründlich gelten, die im Urlaub vor dem Frühstück „ihre“ Liege mit einem Handtuch markieren und sich mit ihrer Identität als Deutsche ansonsten schwer tun? Diese Menschen, die sich nun überall im Land mit schwarz-rot-goldenen Perücken und Fussballtrikots ausstaffieren und mit Fahnen an ihren Autos herumfahren. Das sollten Deutsche sein?
Fortschritt muss man machen
Natürlich haben die Ostdeutschen ihre eigenen Erfahrungen gemacht. Doch inzwischen liegt der Mauerfall zwei Jahrzehnte zurück. Und die Folgen von Globalisierung und digitaler Revolution treffen den Osten und den Westen gleichermaßen.
Was wir waren, wer wir sind.
Die DDR war eine Diktatur, ein Unrechtsstaat, der auf ganzer Linie – politisch, ökonomisch und moralisch – gescheitert ist. Nur eine kleine Handvoll ewig Gestriger bestreitet das ernsthaft. Wir, die in der DDR geboren und aufgewachsen sind, mussten in diesem Staat leben. Jeder von uns stand täglich vor der Frage: Wie weit gehe ich? Mache ich mit, oder verweigere ich mich? Bleibe ich stumm, oder mache ich den Mund auf? Niemand, der nicht in der DDR gelebt hat, kann sich ein realistisches Bild davon machen, wie schwer es war, diese Fragen immer wieder beantworten zu müssen.
Ende eines Strohfeuers?
Über den schwierigen Umgang mit der NPD im Sächsischen Landtag
Nach 18 Uhr sah man am Abend der sächsischen Landtagswahl 2004 bei fast allen Verlierern und Gewinnern lange Gesichter. Die NDP im Landtag, vor dem Landtagsgebäude eine Spontandemo gegen die NPD, im Gebäude aufgeheizte Stimmung und das grinsende Gesicht von Holger Apfel. Überall stellen Journalisten hektisch Fragen nach Ursachen und Konsequenzen für diesen „überraschenden“ Wahlerfolg.
Nationalpark Sachsen?
Eine Überraschung war das Ergebnis der sächsischen Landtagswahl nur für Außenstehende. Längst war bekannt: Eine starke Minderheit im Land hält nichts von freiheitlicher Demokratie. Zurückzugewinnen sind sie nur mit klarem Kurs und besseren Lösungen.







